DIE DREI  BIENENWESEN

In einem Bienenvolk leben, der Häufigkeit nach geordnet, drei verschiedene Typen von Bienen. Die Bienen gehören zu den staatenbildenden Insekten. Das heißt, sie leben in einer Gruppe von Tieren zusammen, die eng miteinander zusammenarbeiten und im Fall der Bienen auch eng miteinander verwandt sind. Diese Zusammengehörigkeit ist so groß, dass die Imker von einem Bienenvolk wie von einem Tier - dem Bien - reden.

ARBEITERIN

Die Arbeiterin ist der Typ von Biene, an den wir nor­ma­ler­wei­se denken, wenn wir von einer Biene sprechen. Sie bildet die Überwiegende Mehrzahl der Tiere eines Volkes. Je nach Jahreszeit bis zu 60000 Exemplare. Alle Arbeiterinnen sind weiblich, und bis auf zugeflogene Bienen, sind alle Ar­bei­ter­in­nen Töchter der einzigen Königin im Volk.

Obwohl die Arbeiterinnen weiblich sind, legen sie normalerweise keine Eier. Ihre Ova­rien sind im Vergleich zur Königin klein und wesentlich weniger leistungsfähig, aber dennoch voll funktionsfähig. Legen Arbeiterinnen ausnahmsweise doch Eier, so ent­wi­ckeln sich aus ihren Eiern Drohnen, da sie nicht zu einem Begattungsflug ausgeflogen sind.

DROHN

Die Drohnen sind die männlichen Bienen. Sie sind we­sent­lich größer als die Arbeiterinnen und wirken wegen ihres gedrungenen Körperbaus auch etwas plumper. Auffällig sind ihre extrem großen Augen. Da die Begattung der Bienen im Flug geschieht, brauchen die Drohnen ein extrem gutes Seh­ver­mögen, um die jungen Königinnen auf ihrem Begattungsflug auszumachen. Auch sein Geruchssinn ist be­son­ders ausgeprägt und auf die Pheromone von Königinnen spezialisiert.

Nur zur Schwarmzeit, also von April-Juli leben in einem Bienenvolk einige 100 Drohnen. Den Rest des Jahres sind allenfalls einzelne Drohnen im Bienenvolk zu finden.

KÖNIGIN

Die Königin ist ebenfalls etwas größer als die Arbeiterinnen, hat aber anders als die Drohnen, einen langen und schlan­ken Hinterleib, der die Flügelspitzen weit überragt. Sie ist nor­malerweise das einzige voll entwickelte Weibchen im gan­zen Stock, die Mutter des gesamten Bienenstaates.

Die Arbeiterinnen sind ihre Töchter, die Drohnen sind ihre Söhne. Nur eine sehr junge Königin hat noch Arbeiterinnen neben sich, die ihre Schwestern sind. Drohnen werden recht großzügig von fremden Völkern aufgenommen und hin und wieder wird auch fremden Arbeiterinnen gestattet sich "einzubetteln". Aber die überwiegende Zahl der Bienen, die eine Königin umgibt, sind tatsächlich ihre eigenen Kinder.    Eine gesunde Bienenkönigin gibt permanent einen Duftstoff ins Bienenvolk ab. Diese sogenannte Königinnensubstanz bewirkt unter anderem, dass die Eileiter der Arbeiterinnen nicht arbeiten. Dies ist der Grund, warum Arbeiterinnen normalerweise keine Eier legen.

In Süddeutschland werden hauptsächlich drei Honigbienen Rassen (Unterarten) angetroffen.

Die Buckfastbiene ist eigentlich keine Rasse sondern eine Züchtung der Westlichen Honigbiene (Apis mellifera). Sie ist das Ergebnis von zahlreichen Zuchtfortschritten, angefangen von Karl Kehrle, ein Mönch im englischen Kloster Buckfast, der sich Bruder Adam" nannte,  in mehr als 70jähriger Zuchtarbeit als eine hervorragende Methode zur Erzeugung hochwertiger Königinnen erkannt hat.

Heute ist die  BUCKFAST  Biene weltweit verbreitet

Die Kärntner Biene (Apis mellifera carnica), auf verschiedenen Regionen bezogen auch Krainer Biene, Niederösterreichische Biene, Banater Biene, Karpatenbiene oder Karstbiene genannt, ist eine natürlich entstandene Unterart der Westlichen Honigbiene (Apis mellifera)

Von den Imkern wird sie auch einfach als  CARNICA  bezeichnet.

Die Italienische Biene (Apis mellifera ligustica), auch: Italiener-Biene ist eine natürlich  entstandene Rasse der Westlichen Honigbiene              (Apis mellifera). 

 Von den Imkern wird sie auch einfach  LIGUSTICA  genannt.

Bienen gehören zu den aktivsten Insekten, die maßgeblich zur Entwicklung der Natur beitragen.
Dank ihrer unermüdlichen Bestäubungsarbeit sind die Bienen für etwa 80 % aller Lebensmittel verantwortlich, die wir essen.
Erst durch eine gelungene Befruchtung können die meisten Pflanzen Früchte und Samen bilden und sich vermehren.
Zahlreiche Obstsorten wie Äpfel, Birnen, Pflaumen, Kirschen oder Zwetschgen und viel mehr, würden ohne Honigbienen nicht so zahlreich
vorhanden sein. Früchte, die aus einer Fremdbestäubung durch Bienen entstehen, sind häufig gesünder und größer als
solche bei denen das nicht der Fall ist. Somit steigern Bienen den landwirtschaftlichen Ertrag und den Wert des Obstes.

Unsere Bienenvölker haben wir an zwei Standorten in Nellmersbach stehen. Sie haben in einem ca. 3-4 km Flugradius und bei gutem Wetter beste Sammelmöglichkeiten wie an Brombeeren und Robinien entlang der Bahnlinie, Lindenbäume im Industriegebiet und am Friedhof, viele andere Quellen in den vielen Streuobstwiesen, Gärten, Hecken und Büsche rund um, und in unserem Ort. Wir haben Freude an unseren Bienen, die zur Herstellung von echtem Honig maßgeblich beteiligt sind und sind stolz darauf, dass unsere Bienenvölker durch die Blütenbestäubung einen wichtigen Beitrag leisten zum Erhalt der Nutzpflanzen und der Artenvielfalt in unserer Region.

Die besten Pflanzen für Bienen sind vielfältig und bieten Nektar sowie Pollen über das ganze Jahr, darunter Klassiker wie Lavendel, Thymian, Salbei und Sonnenblumen, Wildblumen wie Kornblumen, Phacelia und Schafgarbe, sowie Obstbäume wie Apfel- und Kirschbäume und Kräuter wie Minze und Rosmarin, wobei ungefüllte Blüten (z.B. bei Dahlien, Rosen) bevorzugt werden, da sie leichter zugänglich sind. Wichtig ist eine Mischung für verschiedene Jahreszeiten, um Bienen durchgehend Nahrung zu bieten

Wollen Sie helfen, dann pflanzen Sie, worauf Bienen fliegen. Das sind Pflanzen, die sehr Nektar und Pollenreich sind und deshalb besonders gerne von Bienen angeflogen werden. Viele dieser Bienenweidepflanzen können Sie mühelos im Garten, aber auch auf Balkon und Terrasse anpflanzen.

Phänologischer Kalender

 Vorfrühling  Mitte Februar bis Mitte März 

Haselblüte

Die allererste ergiebige Pollenquelle für die jungen Larven blüht jetzt.

 Schneeglöckchen     Krokus u. a.

Ab jetzt gibt es auch etwas Nektar.

Salweidenblüte

Die erste ergiebige Nektar- und Pollenquelle für die Aufzucht der neuen Bienengeneration blüht jetzt.

Phänologischer Kalender

Erstfrühling  Mitte März bis Mitte Ende April

Kirschblüte

Ab jetzt müssten die Völker so stark sein um die Honigräume aufzusetzen.

Weinberg Traubenhyazinthe

Hier gibt es auch etwas Pollen und  Nektar zu holen.

Schlehe oder Schwarzdorn

Ist auch eine gute  Nektar und Pollenquelle. Von denen sind einige im Umkreis

Phänologischer Kalender

Vollfrühling   Ende April bis  Ende Mai 

Apfelblüte

Obstbäume in voller Blüte, Bienenmasse nimmt zu, evtl. weitere Erweiterung durch zweiten Honigraum.

Rapsblüte

Ab jetzt werden einige Imker "in den Raps wandern". Rapshonig ist beliebt. 

Frühtracht- schleuderung vorbereiten

Wenn's Wetter mitgemacht hat, gibt's reichlich Honig

Phänologischer Kalender

Frühsommer  Ende Mai bis Ende Juni

Robinienblüte
(Akazie)

Alles blüht,  Königinenzucht, Ableger (Neue Völker) können gebildet werden

Beerensträucher blühen

Dank der Bienen (Honig- und Wildbienen) werden Blütenpflanzen und Obstbäume effektiv bestäubt

Bestäubung

Durch Sie gibt's höhere Qualität, größere und gesündere Früchte und bessere Ernten 

Phänologischer Kalender

Hochsommer  Ende Juni bis Anfang August

Kornblumen, Mohn, Wiesenblumen

geben auch noch Nektar und Pollen

Sonnenblumen

Werden in manchen Jahren auch in unserer Gegend angepflanzt

Lindenblüte

Gilt in unserer Gegend als letzte ergiebige Tracht

Phänologischer Kalender

Spätsommer  Mitte August

Sommertracht

Nach der Sommertracht folgen andere wichtige Arbeiten rund um die Bienen

Varroakontrolle

Nach der letzten Honigernte erfolgt die Varroadiagnose und wenn nötig die Varroabehandlung

Einfütterung

Der meiste Honig ist entnommen, dafür muss Ersatz rein als Wintervorrat

Phänologischer Kalender

Frühherbst Ende August bis Mitte September

Einfütterung

Jetzt im Spätsommer/Früherbst wird Zuckerwasser oder Invertsirup gerfüttert

Vorbereitung für's nächste Bienenjahr

Volksstärke überprüfen und Winterbienensitz einrichten

Schöne Brutwabe

Mindenstens 5 solche Brutwaben sollten jetzt pro Volk sein für eine hoffentlich gute Überwinterung

Phänologischer Kalender

Vollherbst Mitte September bis Mitte Oktober

Varroabehandlung

Wenn nötig, erfolgt die zweite Behandlung mit zugelassenen organischen Säuren

Alte Königinen gegen junge tauschen

Es gibt mehrere Gründe die Königin zu tauschen. Sie ist zu alt, Legeleistung lässt nach, Schwarmlustig, Stechlustig....

Neue Genetik

Im Zusetzkäfig lässt sich die neue Königin leicht einweiseln. Der Zuckerteigverschluss gibt den Bienen Zeit sich an sie zu gewöhnen.

Phänologischer Kalender

Spätherbst  Mitte Oktober bis Mitte November

Fluglöcher einengen

Mäuseschutzgitter anbringen, Beuten Sturmsicher machen

Phänologischer Kalender

Winter  Mitte November bis Mitte Februar

Varroakontrolle

Wenn nötig erfolgt bis zum Jahresende die "Restentmilbung"

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